Ich möchte einen kleinen Überblick geben wie ich bei meinen Lichtkunstbildern so vorgehe. Es mag oft sehr kompliziert und technisch aussehen. Das ist es aber eben gar nicht. Denn, es kommt darauf an, in welchen Bereich der Lichtkunst-Fotografie wir uns bewegen.

Lightpainting / Lightwriting:

Wie der Name schon sagt, ist hier vorrangig das Malen oder Schreiben mit Licht im Vordergrund. Taschenlampen werden mit verschiedenen Farbfiltern versehen und man malt diverse Objekte an, schreibt mich dem Licht der Taschenlampe aktiv vor der Kamera. Die Themen sind sehr vielfältig und lassen sich oft kaum unterscheiden. Aber auch hier man sehr schön kreativ vor der Kamera arbeiten. Viele dieser Bilder aus dem „Handgelenk“, werden spontan erzeugt. Auch da fließen aber schon bestimmte Bewegungsabläufe mit ein die sich immer wieder wiederholen lassen.

Light Art Performance Photographie:

Bei dieser Art der Lichtkunst wird es etwas komplexer. Es werden komplette Choreografien ausgearbeitet. Solche Bilder entstehen meist detailliert im Kopf, werden dann zu Papier gebracht. Danach erfolgt der Bau (Umbau) der Lichtwerkzeuge und dann geht man Aktiv vor die Kamera und versucht die vorher überlegte Choreografie auf den Sensor der Kamera zu bekommen. Es sind bestimmte, ganz gezielte Abläufe in einem Bild notwendig um diese Bilder entstehen zu lassen. Dieses sind meist recht komplexe und große Bilder. Wenn dann die Umgebung mit ins das Lichtkunstbild mit eingebaut wird entstehen einzigartige Momente und es entsteht eine Szenerie die begeistert und fasziniert zugleich.

Ein wenig technisch möchte ich auch noch werden, denn ein paar Grundvoraussetzungen müssen gegeben sein.

Zur Grundausstattung sollte gehören, eine Kamera die sich manuell einstellen lässt. Denn wie man sich vorstellen kann funktioniert in der Dunkelheit eben keine Automatik mehr. Ein Stativ ist ebenfalls notwendig, denn bei den Belichtungszeiten muss die Kamera ruhig stehen. Außerdem ist es hilfreich wenn man die Kamera mit einem sogenannten Funkauslöser fernbedienen kann. Mehr wird nicht benötigt. Natürlich ein paar Lichtquellen wie Taschenlampen, Lichterketten, RGB-Streifen. Eben alles was Licht macht kann zur Lichtkunst verwendet werden. Die Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt. Mit der Zeit sieht man welche Lichtquellen benötigt werden um den einen oder anderen Effekt zu erzielen, man bekommt ein Auge dafür.

Ein ganz wichtiger Punkt ist noch folgendes. Diese Bilder die in den Nächten vor der Kamera entstehen sind nicht am Computer manipuliert. Soll heißen, sie kommen genauso aus der Kamera. Es sind auch keine 2, 3, 4 oder noch mehr Aufnahmen die nachträglich am Computer zusammengesetzt werden. Ein einziges Bild, aus der Kamera, das ist das Ziel welches die Lichtkunst erst interessant macht. Wenn ein Bild nicht so aussieht wie gewünscht wird dieses nicht am Computer so lange bearbeitet bis es „passt“. Es wird konsequent wiederholt, solange bis das Bild genauso ist wie man es haben möchte.